Wie kann ich meine Musikbibliothek von iTunes auf Spotify übertragen

Lesedauer: 6 Min
Aktualisiert: 22. September 2026 05:00
Transparenz: Bei der Erstellung dieses Beitrags kam generative KI zum Einsatz.

Eine iTunes-Mediathek lässt sich nicht als komplette Datei direkt in Spotify einlesen. Für Playlists und im Streamingkatalog verfügbare Titel brauchst du einen Übertragungsdienst wie Soundiiz, TuneMyMusic oder FreeYourMusic. Eigene MP3-, AAC- und andere unterstützte Audiodateien bindest du dagegen über die Funktion für lokale Dateien ein. Geschützte Käufe, Apple-Music-Downloads und nicht eindeutig erkannte Titel benötigen eine gesonderte Prüfung.

Entscheide zuerst zwischen Playlists und echten Audiodateien

In iTunes umfasst der Begriff Musikbibliothek mehrere Arten von Daten, die Spotify unterschiedlich behandelt. Eine Playlist enthält in erster Linie Titelangaben und eine Reihenfolge. Ein Übertragungsdienst sucht zu jedem Eintrag eine passende Aufnahme im Spotify-Katalog und erstellt daraus eine neue Spotify-Playlist. Die Audiodatei selbst wird dabei nicht kopiert.

Daneben kann die Mediathek eigene Dateien enthalten, etwa importierte CDs, gekaufte Downloads oder selbst produzierte Aufnahmen. Solche Dateien kann ein Playlist-Übertragungsdienst nicht automatisch in den Spotify-Katalog hochladen. Sie müssen auf dem Computer vorhanden sein und lassen sich gegebenenfalls als lokale Dateien in der Spotify-Desktop-App anzeigen.

  • Du möchtest vor allem Wiedergabelisten behalten: Nutze einen Playlist-Übertragungsdienst.
  • Du möchtest eigene MP3- oder AAC-Dateien abspielen: Aktiviere lokale Dateien in Spotify.
  • Du hast Musik nur über Apple Music heruntergeladen: Diese Downloads sind keine frei übertragbaren Audiodateien. Der Übertragungsdienst kann lediglich nach entsprechenden Katalogtiteln bei Spotify suchen.
  • Du möchtest Bewertungen, Zähler und intelligente Regeln übernehmen: Rechne mit Einschränkungen. Solche iTunes-Metadaten werden von Spotify normalerweise nicht vollständig abgebildet.

Playlists mit einem Übertragungsdienst importieren

Soundiiz, TuneMyMusic und FreeYourMusic verfolgen dasselbe Grundprinzip: Du wählst iTunes beziehungsweise Apple Music als Quelle, verbindest Spotify als Ziel und lässt die Titel anhand ihrer Metadaten zuordnen. Welche Quelle angeboten wird, ob eine iTunes-Exportdatei benötigt wird und wie viele Titel kostenlos verarbeitet werden, kann sich je nach Dienst und Tarif ändern. Prüfe diese Punkte direkt in der Importauswahl des jeweiligen Werkzeugs, bevor du Kontozugriffe freigibst.

  1. Bibliothek vorbereiten: Entferne nach Möglichkeit offensichtlich leere Einträge und gib unbenannten eigenen Aufnahmen aussagekräftige Angaben zu Titel und Interpret. Saubere Metadaten erhöhen die Trefferquote.
  2. Quelle festlegen: Wähle beim Übertragungsdienst Apple Music, iTunes oder den angebotenen Dateiimport. Verlangt das Werkzeug eine exportierte Playlist- oder Mediatheksdatei, erstellst du sie in iTunes über die Exportfunktion im Menü für die Mediathek. Die genaue Bezeichnung hängt von der verwendeten iTunes-Version und dem Betriebssystem ab.
  3. Spotify verbinden: Melde dich über die offizielle Spotify-Freigabeseite an und kontrolliere, welche Berechtigungen verlangt werden. Gib dein Spotify-Passwort nicht direkt in ein fremdes Formular ein.
  4. Playlists auswählen: Übertrage zunächst eine kleine, gut bekannte Wiedergabeliste. Damit erkennst du schnell, ob Liveversionen, Remaster-Ausgaben oder gleichnamige Titel richtig zugeordnet werden.
  5. Ergebnis kontrollieren: Vergleiche Titelanzahl, Interpreten und einige markante Aufnahmen. Prüfe insbesondere Songs mit mehreren Versionen, regionalen Veröffentlichungen oder ungewöhnlichen Schreibweisen.
  6. Restliche Listen übertragen: Ist der Test stimmig, kannst du die übrigen Playlists verarbeiten. Entferne den Zugriff des Übertragungsdienstes anschließend in der Spotify-Kontoverwaltung, wenn du keine weitere Synchronisierung benötigst.

Der erfolgreiche Abschluss eines Imports bedeutet nur, dass eine Spotify-Playlist angelegt wurde. Er garantiert nicht, dass jeder Song exakt derselben Aufnahme entspricht. Spotify kann beispielsweise eine Albumfassung anstelle einer Singleversion finden oder einen Titel auslassen, der im Katalog deines Landes nicht verfügbar ist.

Welches Übertragungswerkzeug passt zu deinem Ablauf?

Ohne einen festen Funktionsstand lässt sich keines der drei Werkzeuge pauschal zum Sieger erklären. Ihre Oberfläche, Importquellen, Mengenbegrenzungen und Bezahlmodelle können sich ändern. Für die Auswahl sind vor allem die Art deiner iTunes-Daten und der gewünschte Arbeitsablauf maßgeblich.

  • Soundiiz: Eignet sich als Kandidat, wenn du mehrere Musikdienste verwalten und Playlists im Browser bearbeiten möchtest. Kontrolliere in der Quellenauswahl, ob deine iTunes- beziehungsweise Apple-Music-Variante direkt unterstützt wird oder ein Export nötig ist.
  • TuneMyMusic: Ist auf einen geführten Übertragungsablauf im Browser ausgerichtet. Es bietet sich an, wenn du ausgewählte Listen einmalig von einer Quelle zu Spotify verschieben möchtest. Prüfe vorab die zulässige Titelmenge und das angebotene iTunes-Importformat.
  • FreeYourMusic: Arbeitet als Anwendung auf unterstützten Plattformen und ist eher für Nutzer interessant, die Übertragungen über eine installierte App ausführen möchten. Entscheidend sind die unterstützten Dienste und Bedingungen der verwendeten App-Version.

Führe unabhängig vom Werkzeug zuerst einen kleinen Testimport durch. Die Qualität der Zuordnung hängt stärker von Titel, Interpret, Album und verfügbarer Spotify-Version ab als vom bloßen Versprechen einer automatischen Übertragung.

Eigene iTunes-Dateien in Spotify einbinden

Für Musik, die nicht im Spotify-Katalog vorhanden ist, brauchst du die tatsächlichen Audiodateien auf deinem Computer. Ein Eintrag in iTunes allein reicht nicht: Zeigt iTunes bei einem Song ein fehlendes Original an, musst du zunächst den Speicherort finden oder die Datei aus einer vorhandenen Sicherung wiederherstellen.

Anleitung
1Bibliothek vorbereiten: Entferne nach Möglichkeit offensichtlich leere Einträge und gib unbenannten eigenen Aufnahmen aussagekräftige Angaben zu Titel und Interpret. Saub….
2Quelle festlegen: Wähle beim Übertragungsdienst Apple Music, iTunes oder den angebotenen Dateiimport. Verlangt das Werkzeug eine exportierte Playlist- oder Mediatheksdate….
3Spotify verbinden: Melde dich über die offizielle Spotify-Freigabeseite an und kontrolliere, welche Berechtigungen verlangt werden. Gib dein Spotify-Passwort nicht direkt….
4Playlists auswählen: Übertrage zunächst eine kleine, gut bekannte Wiedergabeliste. Damit erkennst du schnell, ob Liveversionen, Remaster-Ausgaben oder gleichnamige Titel ….
5Ergebnis kontrollieren: Vergleiche Titelanzahl, Interpreten und einige markante Aufnahmen. Prüfe insbesondere Songs mit mehreren Versionen, regionalen Veröffentlichungen ….

  1. Öffne die Spotify-Desktop-App und suche in den Einstellungen nach dem Bereich für lokale Dateien.
  2. Aktiviere die Anzeige lokaler Dateien und füge den Ordner hinzu, in dem die Musik aus deiner iTunes-Mediathek gespeichert ist.
  3. Öffne in Spotify den Bereich für lokale Dateien und teste mehrere Songs.
  4. Lege die gewünschten Titel in einer eigenen Spotify-Playlist ab, damit sie leichter von den regulären Katalogtreffern zu unterscheiden sind.

Werden Dateien nicht angezeigt, prüfe zuerst, ob Spotify den richtigen Ordner lesen darf und ob das Dateiformat unterstützt wird. Dateien aus einem Cloud-Ordner müssen vollständig auf dem Computer gespeichert sein; ein reiner Platzhalter genügt nicht. Auch geschützte Dateien können trotz sichtbarem iTunes-Eintrag unbrauchbar sein.

Lokale Dateien werden nicht zu normalen Spotify-Katalogtiteln und nicht öffentlich in die Spotify-Cloud hochgeladen. Die Wiedergabe auf weiteren Geräten hängt von der jeweiligen Spotify-App, dem Gerät und den dort verfügbaren Synchronisierungsfunktionen ab. Prüfe dafür in der offiziellen Spotify-Hilfe die Rubrik zu lokalen Dateien, da unterstützte Formate und Gerätewege versionsabhängig sein können.

Apple-Music-Downloads und ältere Käufe richtig einordnen

Ein heruntergeladener Song ist nicht automatisch eine frei kopierbare Datei. Offline-Downloads aus einem Apple-Music-Abonnement sind an den Dienst und dessen Nutzungsberechtigung gebunden. Sie lassen sich deshalb nicht wie eine eigene MP3-Datei in Spotify übernehmen. Eine Playlist-Migration kann dennoch funktionieren, sofern derselbe Titel im Spotify-Katalog gefunden wird.

Fehlende oder falsch erkannte Songs nacharbeiten

Eine Abweichung nach dem Import hat meist eine von drei Bedeutungen: Der Titel fehlt im regionalen Spotify-Katalog, seine Metadaten waren nicht eindeutig oder das Werkzeug hat eine andere Veröffentlichung gewählt. Die Ergebnisliste des Übertragungsdienstes zeigt häufig, welche Einträge nicht zugeordnet wurden. Diese Liste solltest du vor dem Schließen sichern, sofern das Werkzeug eine Export- oder Downloadmöglichkeit anbietet.

  • Titel fehlt vollständig: Suche in Spotify getrennt nach Interpret und Songname. Bleibt die Suche ohne Treffer, verwende eine vorhandene eigene Datei als lokalen Titel.
  • Falsche Aufnahme gefunden: Suche nach Albumname, Erscheinungsvariante oder Zusatzbezeichnungen wie Live und Remaster. Ersetze den Eintrag manuell in der neuen Playlist.
  • Viele Titel derselben Playlist fehlen: Prüfe, ob die iTunes-Liste auf Apple-Music-Inhalte verweist, die in deiner Spotify-Region nicht angeboten werden.
  • Eigene Aufnahmen werden verwechselt: Übertrage sie nicht über die automatische Katalogsuche, sondern binde die Originaldateien lokal ein.

Woran du eine vollständige Übertragung erkennst

Vergleiche nicht nur die angezeigte Anzahl. Eine Playlist kann trotz gleicher Länge falsche Versionen oder doppelte Ersatztreffer enthalten. Kontrolliere bei jeder wichtigen Liste den ersten und letzten Titel, einige seltene Songs sowie Einträge mit Live-, Remix- oder Remaster-Zusatz. Spiele außerdem lokale Dateien kurz an, bevor du die alte Mediathek veränderst.

Lösche iTunes, die ursprünglichen Musikordner und vorhandene Sicherungen erst, wenn alle Playlists geprüft sind und du weißt, welche Titel ausschließlich lokal existieren. Der sicherste Ablauf besteht aus einem kleinen Testimport, der manuellen Kontrolle problematischer Treffer und einer getrennten Einbindung eigener Audiodateien. So bleiben Spotify-Katalogtitel und persönliche Dateien nachvollziehbar voneinander getrennt.

Checkliste
  • Du möchtest vor allem Wiedergabelisten behalten: Nutze einen Playlist-Übertragungsdienst.
  • Du möchtest eigene MP3- oder AAC-Dateien abspielen: Aktiviere lokale Dateien in Spotify.
  • Du hast Musik nur über Apple Music heruntergeladen: Diese Downloads sind keine frei übertragbaren Audiodateien. Der Übertragungsdienst kann lediglich nach entsprechenden Katalogtiteln bei Spotify suchen.
  • Du möchtest Bewertungen, Zähler und intelligente Regeln übernehmen: Rechne mit Einschränkungen. Solche iTunes-Metadaten werden von Spotify normalerweise nicht vollständig abgebildet.

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